
Kinder sind die WAHREN Helden auf
Djerba- seien es die einheimischen Knirpse,
die ihren Familien über alles gehen oder seien es die als
Touristen auf die Insel kommenden Zwerge; überall werden
sie herzlich willkommen geheißen. Nur allzu oft waren wir
Zeuge und selber Nutznießer, daß auch der griesgrämigste,
schweißgebadete Zöllner bei der Einreisepaßkontrolle
am Flughafen Djerba eine Familie mit Kleinkind(ern) vorwinkt,
damit diese rasch das nervige Schlangestehen hinter sich haben.
Kinder dürfen auch im Basar ungehindert die schönsten
und filigransten handgearbeiteten Glasobjekte begrabschen , ohne
daß der Händler jammernd und polternd dazwischenpfeift.
Und dabei wird (noch) keine Unterschied zwischen Jungen und Mädchen
gemacht, beide sind gleichermaßen beliebt. |
|
Die djerbischen Kinder, die teilweise
nach europäischen Geschmack ziemlich ärmlich gekleidet
- vor allem im Sommer - unterwegs sind, sind nicht wirklich "arm";
doch viele Mütter sind der Ansicht, daß es wenig nützt,
die Kinder, die tagsüber meistens durch die Gegend stromern
und im Sand spielen, manchmal auch mit den Anziehsachen ins Meer
springen, herauszuputzen. Daher reichen für diese Stunden
die abgetragenen Alltagsklamotten. Während der Schulzeit
und zu den Familienfesten tragen die Kinder gepflegte Kleidung,
auch, wenn in Tunesien ein Schulkittel Pflicht ist und es daher
eigentlich mehr oder minder egal sein könnte, was darunter
getragen wird. Die meisten Kinder laufen auch in der Freizeit
barfuß - egal ob auf der Sandpiste oder auf heißem
Asphalt, dies ist ihnen immer noch angenehmer als ständig
den Sand aus den Schuhen kippen zu müssen. |
|
|
Da es in jedem Dorf auf Djerba
eine staatliche Grundschule gibt, Auch Kindergärten und Vorschulen gibt es auf Djerba, denn auch hier arbeiten immer mehr Mütter, die dann nicht die Zeit haben, ihre Kinder zu hüten. Doch natürlich werden viele Kinder auch im Schoß der Familie aufgefangen, wo sie im großen Familienverbund sozial gestärkt aufwachsen. |